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Nachhaltiges Wohnen? - Wir zeigen dir wie!

Nachhaltigkeit nimmt auch im Bereich Wohnen und Haushalt an Fahrt auf. Um dein Heim ressourcenschonend zu gestalten, brauchst du nicht immer das große Geld. Wir zeigen dir, was für Möglichkeiten auch das kleine Portemonnaie hat.
Nachhaltigkeit
Stefanie Hermuth
6 Minuten

Gerade in den Bereichen Haushalt und Wohnen besteht großes Potential, wenn man sich dazu entschließt, sein Leben nachhaltiger zu gestalten. Hier gilt es einiges zu beachten. So kannst du dich gegen die konventionellen Chemiekeulen entscheiden und deinen Haushalt mit umweltschonenderen Alternativen reinigen oder schon bei der Auswahl deiner Haushaltsgeräte, Inneneinrichtung und Gebrauchsgegenstände auf nachhaltige Kriterien setzen. Wenn du also dein Gewissen beruhigen möchtest, du einen großen Beitrag zur Verbesserung der Umwelt leisten und obendrein für den Klimaschutz werben möchtest, kannst du mit einem nachhaltigen Haus sogar deine Betriebskosten senken, da du Energie, Wasser und die Wartungskosten für deine Systeme und Geräte sparst. Auf lange Sicht bietet ein effizientes Haus eine gesündere Umgebung für dich, deine Familie und Haustiere und kann dafür sorgen, dass ihr nicht jeden Cent zweimal umdrehen müsst, wenn ihr das nächste Mal in den Urlaub fahren wollt.

Du hast dich dazu entschieden, ein ressourcenschonendes Haus zu bauen oder dein Heim nachzurüsten? Cool! Wir wollen dir an der Stelle noch eine Checkliste mit auf den Weg geben, die dich unterstützt. Da eine Umrüstung des Hauses erstmal eine Menge Kosten nach sich zieht, könnte dich das vielleicht abschrecken. Keine Sorge, auch für die Ottonormal-Verbraucher unter euch haben wir am Ende des Blogbeitrags noch ein paar Tipps und Tricks zusammengefasst, für die man so gut wie keinen Cent ausgeben muss, um sie umzusetzen.

Was du alles beachten solltest

Um dir ein ressourcenschonendes Heim zu schaffen, musst du einiges beachten. Hier können schon einige Kriterien ins Gewicht fallen, die wir im folgenden gerne nennen: Baumaterialien & Methoden, Auswahl der Deko, Isolierung, Fenster, Heizung, Lüftung, Klimatisierung, Beleuchtung, Haushaltsgeräte, Sanitärarmaturen, eventueller Einsatz von intelligenten Systemen, Energieerzeugung aus Wind bzw. Sonne und deine Gewohnheiten in Bezug auf regelmäßige Wartung, Umweltschutz und umweltfreundliche Reinigung.

Zugegeben ist das eine ganze Menge, die da auf dich zukommt und du stellst dir vielleicht sogar die Frage, ob sich die ganze Arbeit eines Tages überhaupt auszahlen würde – die Antwort ist „Ja!“.

Einerseits verursacht der Bau neuer Gebäude enorme Kosten für dich und die Umwelt. Aufgrund der neuesten Technologien und Konzepte beim ressourcenschonenden Häuserbau profitiert ihr andererseits auf lange Sicht beide davon! Solltest du dich also wirklich für einen Neubau entscheiden, sind die Ziele wie folgt: Reduzierung von Abfall, Erhöhung der dauerhaften Zuverlässigkeit aller Systeme und Verbesserung der Energie- und Wassereffizienz über die gesamte Lebensdauer des Hauses. Wie genau du diese Ziele erreichen kannst, möchten wir dir gerne anhand von einigen Beispielen näher bringen.

Passive Solartechnik

Die Passive Solartechnik nutzt die Energie des Sonnenlichts zum Heizen und Kühlen der Wohnräume. Dies erfordert keine mechanischen oder elektrischen Geräte. Stattdessen sorgen bestimmte Baumaterialien dafür, dass die Sonnenstrahlung reflektiert, absorbiert und weitergeleitet wird. Das erfordert allerdings auch eine Gestaltung der Innenräume, die die erwärmte Luft der Sonne ohne den Einsatz von Ventilatoren zirkulieren lässt. Perfekt umgesetzt, trägt die Passive Solartechnik zur Verringerung des Energieverbrauchs zum Heizen und Kühlen des Hauses bei und wie wir alle wissen, bedeutet das gleichzeitig eine Verringerung der Last auf deinen Geldbeutel.

Hochleistungsfenster

Hier macht die Qualität eindeutig den Unterschied! Deine Fenster sind zu mindestens 50 % für den Energieverlust in deinem Heim verantwortlich. Wenn du allerdings auf eine Doppelverglasung, spezielle Beschichtung, nichtleitende Rahmenmaterialien oder hochwertige bzw. luftdichte Konstruktionen setzt, sorgt dies automatisch für eine bessere Energieeffizienz.

Energieeffiziente Geräte

Nach der Heizung bzw. der Klimaanlage sind deine Haushaltsgeräte die wahren Energiefresser. Wenn du bei ihnen auf nachhaltige Kriterien setzt, senkst du sowohl die Anschaffungskosten, als auch die Betriebskosten deutlich! Nachhaltige Geräte mit hochwertigen Systemen weisen nämlich eine deutlich längere Lebensdauer auf, in der du dich übrigens auch nicht allzu oft mit dem Thema Wartung auseinandersetzen musst.

Tropfbewässerungssystem

Ein gesunder und grüner Garten ist nicht nur was für dein Auge. Die Vegetation hält dein Haus kühl, kann als Windschutz dienen und trägt zu einer sauberen Luft bei. Allerdings kann die ständige Bewässerung dafür sorgen, dass schnell alle Vorteile passé sind. Ein Tropfbewässerungssystem kann hier allerdings Abhilfe schaffen. Dieses nutzt die Schwerkraft, um das Wasser zu den Pflanzen zu leiten und lässt es direkt zu den Wurzeln fließen. Der Verzicht auf Pumpen spart hierbei nicht nur Strom, sondern minimiert mithilfe der Verdunstung auch den Abfall.

Erneuerbare Energien

Wenn du wirklich klotzen statt kleckern willst, solltest du dich von einem Experten informieren lassen, welche Optionen dir im Bereich erneuerbare Energien zur Verfügung stehen. Nachhaltigkeit bleibt ein Bereich, in dem sich Innovationen für Hausbau und -technik, Geräte und Beleuchtung rasant entwickeln und immer wieder neue Möglichkeiten bieten. Ein informatives Gespräch mit einer Person vom Fach könnte sich also lohnen.

Auch wenn all diese Optionen eine super Sache sind und einen großen Beitrag zum Thema nachhaltiges Wohnen leisten, so bleiben sie doch eins: Ziemlich kostspielig!

Mit kleinen Tipps und Tricks zum Ziel

Wie bereits erwähnt, erfordert nachhaltiges Wohnen aber nicht gleich die Installation von erneuerbaren Energien, denn auch Kleinvieh macht bekanntlich Mist. Wenn du z.B. deine Türen und Fenster vor Zugluft schützt, indem du undichte Dichtungsbänder mithilfe von Schaumstoffklebeband abdeckst, vermeidest du enorme Kosten deiner Heizung bzw. Klimaanlage. Auch die Installation von Jalousien lohnt sich, wenn man an die 40 Gradmarke denkt, die im Sommer auch bei uns zukünftig immer wieder geknackt wird. Generell gilt, die Isolierung des Hauses zu überprüfen und Ratschläge eines Experten anzunehmen, wenn es um Schaumstoffeinspritzung, Einblasdämmung des Dachbodens und andere Möglichkeiten zur Isolierung von Wänden, Decken und Böden geht, um die Energieeffizienz des Hauses nachhaltig zu erhöhen.

Wenn du die Spulen deines Kühlschranks regelmäßig reinigst, sparst du Strom, da Staub und Schmutz die Funktionalität extrem einschränken können.

Auch ein Wasserfilter, der in deiner Waschmaschine bzw. an deinem Wasserhahn installiert wird, bringt viele Vorteile. Er filtert das Mikroplastik aus deinem Trinkwasser und leistet so einen großen Beitrag zu deiner Gesundheit.

Ebenfalls zu empfehlen ist das Ersetzen von Leuchtstofflampen in LED- oder CFL-Glühbirnen. Sie weisen eine längere Lebensdauer auf, sind energieeffizienter und enthalten weniger giftige Metalle.

Eine weitere tolle Idee ist ein Kompostbehälter für Küchenabfälle. Wer so einen besitzt, trägt nicht nur dazu bei, dass sich auf den Mülldeponien weniger Abfall stapelt, sondern spart sich direkt den Kauf eines Düngers für seinen Garten. Deine Küchenabfälle bieten nämlich einen super nährstoffreichen Zusatz. Apropos Garten; wer direkt einen energieeffizienten Garten anlegt und darauf achtet, entsprechend des Wasserbedarfs anzupflanzen, minimiert so den Wasserverbrauch. Übrigens ist Regenwasser hier immer noch die beste und günstigste Option.

Interessant sind auch intelligente Steckdosenleisten. Ein wahrgewordener Traum, dass es sie mittlerweile gibt. Ihr Job besteht darin, zu erkennen, wann ein Gerät in Betrieb ist und wann es im Standby-Modus ist. Wenn du dein Gerät nicht benutzt, schaltet sich die Steckdosenleiste automatisch aus und ist somit perfekt für Personen, die nicht jedes Mal den Stecker ziehen wollen oder es einfach vergessen.

Auch unsere Waschmaschinen sind mittlerweile so hocheffizient, dass deine Wäsche schon bei einem kalten Waschgang definitiv sauber wird und obendrein auch länger wie neu aussieht. Nach dem Waschen empfiehlt es sich, die Wäsche ganz altmodisch auf der Leine trocknen zu lassen, um Strom für den Trockner zu sparen.

Abschließend weisen wir nochmal auf die teilweise sehr aggressiven Reinigungsmittel hin, die es überall zu kaufen gibt. Glaube uns, wenn wir dir sagen, dass du sie nicht brauchst. Es gibt mittlerweile so viele Alternativen mit natürlichen Inhaltsstoffen, die keine Giftstoffe in die Wasserversorgung, deine Raumluft oder auf deiner Haut abgeben. Teilweise kannst du sogar deine eigenen natürlichen Reinigungsmittel mit wenigen Zutaten problemlos selbst herstellen. In unserer App findest du einen passenden Artikel, der dir bei der Herstellung hilft und dir die genauen Zutaten verrät.

Fazit

Du siehst also, dass es gerade im Bereich Haushalt und Wohnen unendlich viele Möglichkeiten gibt, sein Leben nachhaltiger zu gestalten. In manchen Fällen kann eine Nachrüstung oder gar ein Neubau sehr kostspielig sein. Je nachdem, wie groß der Wille nach mehr Nachhaltigkeit ist, wird man sie umsetzen. Wenn du dir die Nachrüstung nicht leisten kannst, aber trotzdem deinen Beitrag leisten möchtest, haben wir dir nun ein paar wertvolle Tipps genannt, die du auch mit wenig Geld umsetzen kannst. Deine Umwelt wird es dir danken und auch du wirst dich auf lange Sicht definitiv besser und gesünder fühlen.

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