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Nachhaltige Sonnencreme – worauf kommt es an?

Es ist Sommer, die Sonne scheint, du spürst die Wärme auf der Haut. Klar möchte man da den Tag draußen verbringen. Sonnencreme ist dabei unverzichtbar. Hautkrebs ist kein Spaß und der richtige Schutz kann die Haut vor Verbrennungen schützen. Doch Sonnencreme ist nicht gleich Sonnencreme. Wir erklären dir, worauf du beim Kauf von Sonnencreme achten […]
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Oliver Weimann
3 Minuten

Es ist Sommer, die Sonne scheint, du spürst die Wärme auf der Haut. Klar möchte man da den Tag draußen verbringen. Sonnencreme ist dabei unverzichtbar. Hautkrebs ist kein Spaß und der richtige Schutz kann die Haut vor Verbrennungen schützen. Doch Sonnencreme ist nicht gleich Sonnencreme. Wir erklären dir, worauf du beim Kauf von Sonnencreme achten solltest, damit die Inhaltsstoffe weder gesundheitsschädlich noch umweltschädlich sind.

Schutz vor Hautkrebs aber schlecht für die Gesundheit?

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten von Sonnencreme:

Sonnencreme mit mineralischer UV-Filterung
Mineralische Filter legen sich wie eine Art Schutzschicht über die Haut und wandeln die UV-Strahlen auf der Haut in Wärme um. Sie reflektieren das Sonnenlicht auf der Haut und bestehen aus kleinsten Partikeln von Metalloxiden wie Zinkoxid oder Titandioxid.

Sonnencreme mit chemischer UV-Filterung
Chemische Filter ziehen in die Haut ein und wandeln das Sonnenlicht in ungefährliches Infrarotlicht bzw. in Wärme um.

Beide Filter haben Vor- und Nachteile, chemischen Filtern werden jedoch häufig sogar gesundheitsschädigende Nebenwirkungen zugeschrieben. Mineralische Filter hingegen haben den Vorteil, dass sie nicht zerfallen und keine allergischen Reaktionen auslösen. Zertifizierte Naturkosmetik muss sich beispielsweise immer auf mineralische Filter beschränken.

Warum gibt es dann überhaupt Sonnencreme mit chemischen UV-Filtern?

Manche der chemischen UV-Filter lösen Allergien aus. Häufig wird eine allergische Reaktion auf chemische Filter als Sonnenallergie fehlinterpretiert. Auf diese potenziellen Allergene solltest du bei chemischen UV-Filtern deshalb besser verzichten: Benzophenone-3, Benzophenone-4, Benzophenone-5, Ethylhexyl Dimethyl PABA, Homosalate und Octocrylene. Octocrylene gehören zu den Filterstoffen, die am häufigsten eingesetzt werden, sind aber leider sowohl für unseren Körper als auch für die Umwelt schädlich. Sie zersetzen sich nämlich mit der Zeit und zerfallen in schädliche Substanzen. Daher sollte eine Sonnencreme mit Octocrylene im nächsten Sommer nicht mehr verwendet werden. Mineralische Sonnencreme kann aber auch dermatologische Nachteile haben: Wenn sich die Zink- und Titanpartikel in der obersten Hautschicht ansammeln, erhöhen sie dort den Wasserverlust und können für eine Austrocknung der Haut sorgen.

Was macht Sonnencreme umweltschädlich?

Manche UV-Filter können Korallenriffe beschädigen. Dazu gehören wieder Octocrylene und außerdem Oxybenzone und Octinoxate. Auf Hawaii sind diese chemischen Sonnenschutzfilter, auch die „Drei O’s“ genannt, daher verboten. Eine weitere Sache, die bei Sonnencreme mit mineralischen Filtern umstritten ist: Nanopartikel. Damit die Creme sich eben nicht wie ein weißer Mantel um die Haut legt, verwenden immer mehr Hersteller mineralische Filter in Nanogröße. So lässt sich die Creme besser verteilen und zieht schneller ein. Es hängt aber von Beschaffenheit, Form und weiteren Eigenschaften ab, welche schädlichen Effekte diese Partikel auf die Umwelt und die Gesundheit haben. Das ist bisher aber noch nicht ausreichend erforscht und der Grund, warum Nanopartikel in Sonnencremes immer wieder in Kritik geraten, obwohl sie grundsätzlich als unbedenklich eingestuft werden. Neue UV-Filter, wie „Tinosorb S Lite Aqua“, enthalten häufig Mikroplastik. Mit Blick auf unsere Meere ist klar, dass wir darauf besser verzichten sollten. Grundsätzlich gilt: die Meere freuen sich natürlich über so wenig Kontakt mit Sonnencreme wie es geht.

Also: Ob du dich bei deinem nächsten Einkauf für eine Sonnencreme mit mineralischem oder chemischem UV-Filter entscheidest, hängt im Endeffekt von deinen persönlichen Vorlieben ab. Aber es lohnt sich, auf die Liste der Inhaltsstoffe zu schauen und auf einige davon zu verzichten.

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